Wahlkreisfahrt Berlin

 

(von Svenja)

Eine Einladung direkt aus dem Bundestag – das erreichte den Kaktus Anfang des Jahres, als Maria Klein-Schmeink, die Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Münster, uns zu einer Wahlkreisfahrt einlud. Jede*r Bundestagsabgeordnete hat die Möglichkeit, mehrmals im Jahr Besuchergruppen von etwa 50 Menschen nach Berlin einzuladen, die Organisation der 3-tägigen Reise wird vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung übernommen und fokussiert sich darauf, Berlins vielfältige politische Seite zu zeigen.

Am 16. März fuhren so 12 Mitglieder des Kaktus gemeinsam mit anderenen interessierten und engagierten Menschen mit der Bahn von Münster nach Berlin.

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Dort wurden wir von einem Reisebus abgeholt und lernten unseren Guide für die nächsten Tage kennen. Nach einer kurzen Stärkung stand auch schon der erste Programmpunkt an: Der Besuch im Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dort erfuhren wir zunächst einiges über die allgemeine Arbeit des Ministeriums, die Struktur und die Zuständigkeiten. Anschließend hörten wir einen Vortrag, der sich auf die Arbeit des BMZ in der AIDS-Prävention in Namibia fokussierte. Wir konnten so einen guten Einblick in das breite Tätigkeitsfeld gewinnen und natürlich blieb am Ende auch Zeit für (kritische) Fragen und die Verpflegung mit Fair Trade Schokolade und Kaffee.

Danach machten wir uns mit dem Bus auf dem Weg ins Hotel und mit dem dortigen Abendessen endete das offizielle Programm des ersten Tages. Für uns endete der Tag allerdings erst nach mühsamer (aber letztendlich erfolgreicher) Suche nach einer Kneipe in Hotelnähe – in dieser Hinsicht waren wir wohl im falschen Teil der Hauptstadt gelandet.

Für den nächsten Tag war eine Stadtrundfahrt vorgesehen – die einzige Möglichkeit in so kurzer Zeit einen groben Überblick über das unglaublich vielseitige Berlin zu gewinnen. Mit dem Bus fuhren wir durch die verschiedenen Bezirke und konnten uns vom Regierungsviertel bis Friedrichshain alles von oben anschauen, während unser Guide uns immer wieder mit Geschichten und detaillierten Fakten über die Stadt versorgte. Außerdem besuchten wir das Deutschland-Radio und lernten während einer Führung vieles über die Funktionsweise eines Radiosenders, über die Produktion eines Hörspiels und die Arbeit für die Nachrichten im Radio.

Nach dem Mittagessen stand der wohl wichtigste Punkt auf dem Programm: Der Besuch im Bundestag und die Diskussion mit unserer Abgeordneten Maria.

Zunächst wurde uns und anderen Besucher*innengruppen im Plenarsaal des Bundestags vieles über die Besonderheiten der Arbeit des Bundestags erklärt. Anschließend besuchten wir Maria in den Räumlichkeiten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Maria erzählte über ihre Arbeit und eine spannende Diskussion schloss sich an. Da Maria die Funktion der Gesundheitspolitischen Sprecherin der Fraktion innehat, lag der Schwerpunkt des Gesprächs natürlich auf diesem Thema. Dadurch konnten wir viel Neues erfahren und mitnehmen, da sich mit diesem immens wichtigen politischen Bereich nur wenige von uns jungen Menschen bisher genauer auseinander gesetzt hatten – obgleich das Thema uns alle zu irgendeinem Zeitpunkt betrifft oder betreffen wird.

Danach besuchten wir die Dachterrasse des Reichstagsgebäudes und waren sehr erfreut dass trotz gegenteiliger Ankündigung die Kuppel geöffnet war, sodass wir vor dem windigen Märzwetter geschützt die Aussicht über das politische Berlin genießen konnten.

Nachdem obligatorischen Foto der Gruppe mit Maria vor der Kuppel verabschiedeten wir uns von unserer Abgeordneten und verließen den Reichstag für das gemeinsame Abendessen und die anschließende Rückfahrt zum Hotel.

Natürlich konnten wir an diesem Abend von unseren Erfahrungen des Vortags profitieren und wussten gleich, wo wir nicht nach einer Kneipe suchen mussten. 😉

Am nächsten Vormittag besuchten wir als letzten Programmpunkt die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Dort existieren nicht nur ein bedrückend detailgetreuer Nachbau des Todesstreifens und große Teile der Berliner Mauer, es warteten auch die berührenden persönlichen Schicksale der Menschen, die im Grenzbereich der Berliner Mauer starben. Mauern kosten Leben und die Gedenkstätte hilft uns dabei, nicht zu vergessen, dass gegen Tyrannei Widerstand bestehen muss, und dass wir unser Bestes tun müssen, um die Freiheiten der Menschen, die für unsere Generation selbstverständlich sind, zu verteidigen und zu sichern.

Nach diesem Besuch aßen wir gemeinsam zu Mittag und es blieb anschließend noch ein wenig Zeit, die wir zum Beispiel für den Besuch des Berliner Doms nutzten, bevor wir wieder den Rückweg nach Münster antraten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Maria dafür, dass sie uns diese Erfahrung und den spannenden Aufenthalt in Berlin durch ihre Einladung ermöglicht hat!

 

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